Feminismus am Küchentisch
DOI:
https://doi.org/10.64113/szekw.2026.004Schlagwörter:
Feminismus, feministische Filme, Raum, Raumtheorie, Frauenbewegung, Visuelle KulturAbstract
Ab den 1970er Jahren entstanden eine Reihe feministischer Filme, Videos und Theorien sowie aktivistische Praktiken der Raumaneignung, die sich mit dem Nexus von Raum und Geschlecht befassten. Teil dessen war eine Auseinandersetzung mit dem als «privat» und «weiblich» markierten Raum des Zuhauses. Der Beitrag blickt auf diese feldübergreifende Beschäftigung mit besonderem Interesse an der Inszenierung und Nutzung des Zuhauses in feministischen Filmen aus der Schweiz: Wie fungierten Küchen und Wohnzimmer als Ausgangsorte feministischer Emanzipation in den Filmen und für die Filmemacher:innen? Und verfolgten die Filmemacher:innen mit ihren Inszenierungen nicht nur eine Kritik an den Raum- und Geschlechterordnungen, sondern auch eine Bearbeitung der geschlechterpolitischen Verhältnisse? Diesen Fragen widme ich mich anhand von Filmen wie «Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen» (1980) oder «Noch führen Wege an der Angst vorbei» (1988) sowie der feministisch-filmischen Gruppe der CH-Filmfrauen.
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